Gesellschaft für Informatik
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Grußwort des
Präsidenten der
Johann Wolfgang
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Prof. Dr. Rudolf Steinberg
zur Jahrestagung 2003 der Gesellschaft für Informatik

 

Roland Koch

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. befindet sich mitten in einem intensiven Prozess am Anfang umfangreicher Veränderungen, die im engen Einvernehmen mit dem Land Hessen darauf abzielen, die institutionellen und baulichen Forschungs- und Lehrbedingungen nachhaltig zu verbessern, um ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. Institutionell verfolgt die Universität ein Konzept der Schwerpunktbildung, denn der zunehmend beschleunigte Erkenntnisfortschritt und das weltweite Zusammenwachsen der Breitenforschung verlangen nach Fokussierung, wenn man sich in der Spitze etablieren will. Darüber hinaus hilft dieser Ansatz auch, die Verbindungen zu anderen wissensbasierten Institutionen in Frankfurt / Rhein-Main - etwa Forschungsinstituten, aber auch Schlüsselbereichen der Wirtschaft und Gesellschaft - zu vertiefen und auszubauen.

Drei umfangreiche Neubau- und Erweiterungskomplexe komplementieren diese Strategie und geben ihr auch äußeren Ausdruck:

  • Im Bereich Medizin (Fachbereich und Klinikum) im Stadteil Niederrad - dort traditionell angesiedelt - begann vor kurzem der Neubau des neuen medizinischen Hauptgebäudes mit einem Volumen von 220 Mio. Euro.
  • Im Bereich Naturwissenschaften auf dem Riedberg-Campus wurde jüngst der Grundstein für das neue Gebäude der Physik (neben dem modernen Biozentrum) gelegt. Dort hat das Max-Planck-Institut für Biophysik gerade seine Einweihung gefeiert, der Neubau des Frankfurter Innovationszentrums FIZ macht große Fortschritte.
  • Die geisteswissenschaftlichen Fachbereiche ziehen in den nächsten zehn Jahren schrittweise auf den neuen Campus Westend (am Nordrand der Innenstadt), wo als erster Neubau hinter dem bestehenden Poelzig-Gebäude das House of Finance als Zentrum aller "law"-, "money"- und "finance"- bezogenen Aktivitäten der Fachbereiche Rechts- und Wirtschaftswissenschaften entstehen wird. In dieses House of Finance, dessen prioritäre Verwirklichung Eingang in das Regierungsprogramm der Landesregierung gefunden hat, werden auch so bedeutsame Institutionen wie das Center for Financial Studies, das Institute for Law and Finance und das E-Finance Lab ziehen.

Die Informations- und Kommunikationstechnologie und im Verbund die Bereiche Software und Medien spielen in der Zukunftsplanung der Goethe-Universität, aber auch vieler mit uns verbundener Institutionen eine herausragende Rolle, da die "Informatisierung" von Leben und Arbeiten rasant fortschreitet und somit auch alle unsere Fachbereiche von diesen Entwicklungen beeinflusst werden. Insofern freut es uns ganz besonders, dass die Gesellschaft für Informatik unsere Universität aus Ort für ihre Jahrestagung 2003 ausgewählt hat.

Entsprechend der Erkenntnis, dass in der inzwischen hochvernetzten Welt nicht die Verfügbarkeit moderner Technologie alleine für einen nutzenstiftenden Einsatz derselben ausreicht, wurde "Innovative Informatikanwendungen" als Rahmenthema gewählt. Die Goethe-Universität Frankfurt a. M. pflegt bereits seit langem in fachbereichsübergreifenden Kooperationsprojekten die Tradition, etwa gesellschaftliche und wirtschaftliche Verbundeffekte des Einsatzes neuer Technologien zu erforschen und gezielt zu gestalten. Die Frankfurter Informatik weist daher vielfältige Beziehungen etwa zu der Biologie, den Wirtschaftswissenschaften, den Rechtswissenschaften und der Chemie auf und auch die interdisziplinären Themen der Jahrestagung - z. B. Ethik und Informatik, Bioinformatik, E-Finance sowie Informatik im Automobilbereich - sind Ausdruck hiervon. Auch das fachbereichsübergreifend besetzte Programmkomitee ist hier zu nennen.

Ein herzliches Willkommen allen Teilnehmern in der Goethe-Universität Frankfurt a. M. Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse und Anregungen und der Veranstaltung insgesamt Erfolg.

Prof. Dr. Rudolf Steinberg

Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.

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