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eDemocracy - Konzepte, Methoden und Anwendungen zur sozialen und demokratischen Nutzung des Internets (DEM)

Ort: HS 10
Termin: 02.10.2003, 09:00 Uhr - 17:30 Uhr

Die Vorstellungen zu eDemocracy sind gespalten: Die einen versprechen sich durch technische Unterstützung athenische Verhältnisse einer direkten Demokratie, die anderen befürchten eine neue Informationsautokratie, den Ausschluss weiter Schichten der Bevölkerung, deren Überforderung, Überwachung oder Manipulation. Neben dieser theoretischen Diskussion werden Fakten geschaffen: Bundesregierung und Europäische Kommission fördern Pilotvorhaben zur Umsetzung von eDemocracy; NGOs und Forschungsinstitute erproben neue, digitale Wege des Diskurses, der Deliberation und Partizipation. Im Workshop zu eDemocracy wollen wir Praxisbeispiele der sozio-technischen Gestaltung von eDemocracy diskutieren und Potentiale und Gefährdungen auszuloten. Wir glauben, dass die neuen Medien, wenn auch möglicherweise nur in begrenztem Umfang, Gestaltungspotentiale bieten, deren Ausschöpfung eine weitergehende Demokratisierung gesellschaftlicher und politischer Prozesse fördern kann. Gerade in der Entwicklungsphase einer Innovation gibt es viele alternative Wege. Diese wollen wir interdisziplinär ausloten und mit gestalten, indem wir uns konkret um die sozio-technische Gestaltung von Werkzeugen und Methoden zum Einsatz für soziales und demokratisches Handeln bemühen.

Vorträge...

 
Titel
Referent/-en

  09:00 - 10.30
     
  eDemocracy Konzepte, Methoden und Anwendungen zur sozialen und demokratischen Nutzung des Internets P. Mambrey, V. Pipek
     
  E-democracy eine Herausforderung an die politische Bildung. Sieben Thesen aus der Perspektive der Lehrerbildung   C. F. Görlich, L. Humbert
       
  Politische und organisatorische Kontextgebundenheitv und Multi-channel Einbindung von Bürgerbeteiligungsangeboten im Internet   H. Westholm
       
  Co-Evolution of Information Revolution and Spread of Democracy   W. Frisch
     
  11:00 - 12.30
     
  Anforderungen als Voraussetzung der Prüfung von Online-Wahlsystemen   N. Meißner, V. Hartmann, D. Richter
  E-voting technology is not neutral!
  P. v.d. Besselaar, A.-M. Oostveen
  Notwendige technische Anforderungen an e-Voting-Systeme für staatliche Volksvertreter-Wahlen   P. Wilm
       
  Elektronische Demokratie: Online Debatten und Konsultationen in der Europäischen Union   R. Winkler, G. Aichholzer
     
  14:00 - 15.30
     
  Parteien als Dienstleistungsanbieter für den Bürger   E. Weber
     
  Der Einfluss des Internets auf individuelles politisches Handeln: Ergebnisse eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekts   M. Emmer, G. Vowe
     
  Webocrat: Ein Bürgerportal für e-democracy   F. Dridi, G. Pernul
     
  W-LAN, GPS, PDA und NSB? Digitale Aktivisten in drahtlosen Netzen   C. Bieber, E. Meyer
     
  16:00 - 17.30
     
  Mailing-Listen als entscheidender Backbone. Zur verblüffenden Einfachheit von Systemen zur Entscheidungsfindung   S. Merten
       
  An Open, Scalable and Distributed Platform for Public Discourse   T. F. Gordon
       
  Anforderungen an E-Diskurs-Plattformen illustriert am Beispiel DITO
  S. Salz, O. Märker, A. Voss, A. Schäfer, A. Klotz
       
  Zur Discourse Awareness mit dem Diskursmeter   V. Wolff
   
  eDemokratie: Hört auch jemand zu?   J. Bizer
   

 

 

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